Geld verdienen beim Trendtrading mit Optionen

Es ist mit optionen grundsätzlich möglich, Trends zu handeln. Bei den gängigen CFDs, Knock-out-Scheinen und klassischen Optionen sind allerdings deren Eigenschaften mit der voraussichtlichen Bewegung des Underlyings in Einklang zu bringen. Die klassischen Optionsscheine unterscheiden sich prinzipiell durch ihren Zeitwertverlust von K.o.-Scheinen und CFDs.

Trends mit klassischen Optionen handeln?

Das probiert jeder Trader einmal, der erstmals auf das Optionentrading stößt, und zwar aus einem sehr guten Grund: Klassische Optionsscheine können mit Laufzeiten von zwei Jahren und länger versehen sein, sie verfallen in dieser Zeit – im Gegensatz zu CFDs und Knock-outs – an keiner Stelle wertlos. Eine K.o.-Schwelle gibt es nicht. Das bedeutet nun, dass der Schein zwischenzeitlich extrem billig und danach wieder teuer werden kann, der Trader kann also Kursrückschläge aussitzen – das glaubt er jedenfalls. Ein Call auf den Dax könnte beispielsweise im Mai 2013 bei einem Dax-Stand von rund 8.500 Punkten etwa einen Euro gekostet haben (der Trader bucht 500 Stück), zwischenzeitlich fiel der Dax auf 7.700 Punkte, der Schein fiel aus dem Geld und wurde nur noch einige Cent billig. Der Trader ließ ihn einfach liegen. Dann stieg der Dax wieder im August auf 8.500 Punkte, doch der Schein erreichte in diesem Moment leider nicht mehr den alten Wert – sein Zeitwertverlust hatte ihm den Garaus gemacht, er war vielleicht 30 bis 40 Prozent billiger als beim Kauf. Der Dax stieg zwar weiter, doch hoffentlich machte das die Laufzeit des Optionsscheines mit. Ansonsten hat der Trader trotz an sich richtiger Spekulation Geld verloren.

Knock-outs und CFDs im Trendtrading

Der Trader hätte auch einen Knock-out oder einen CFD für das gleiche Geld buchen können. Diese Scheine erleiden auch einen sehr geringfügigen Zeitwertverlust von meist einem halben bis einen Cent pro Tag, aber nur, indem der Emittent die K.o.-Schwelle verschiebt. Es ist davon auszugehen, dass die Scheine nach dem zweimonatigen Rückschlag erneut ihren alten Wert erreichen – aber nur, wenn sie nicht zwischenzeitlich ausgeknockt wurden. Das wäre wiederum zu erwarten, denn wenn ein Dax-Schein in etwa einen Cent pro Dax-Punkt kostet (ein ungefährer Anhaltswert), dann hätte er beim Kauf über 8,00 Euro kosten müssen, um nicht zwischenzeitlich auf dem Rückweg zu 7.700 Punkten k.o. zu gehen. 500 Stück hätten also mehr als 4.000 Euro gekostet. So teuer investieren die meisten Optionentrader nicht, weil der Rückschlag kaum vorhersehbar ist. Die Scheine wären also an der K.o.-Schwelle ausgeknockt worden – im Gegensatz zum klassischen Optionsschein – und hätten in der Hoffnung auf einen wieder ansteigenden Trend teuer ersetzt werden müssen. Damit erhöhen sich die Verluste exorbitant, doch dagegen kann sich der Trader mit einer Hedging-Strategie versichern.