Gewinnmöglichkeiten beim Trading mit Optionen

Jeder Interessent, der erstmals mit dem Optionentrading in Berührung kommt, staunt über die großen Preisveränderungen von Optionen, eines CFDs oder Knock-outs an einem einzigen Tag und fragt sich, was wohl damit zu verdienen ist. Tatsächlich bewegt sich beispielsweise eine Option auf den Dax um einen Cent pro Dax-Punkt, beim Gold oder bei Währungspaarungen sind es rund 1,3 bis 1,6 Cent pro Punkt im Underlying. Da es diese Scheine auch für 20 oder 40 Cent gibt und sich etwa der Dax pro Tag mindestens um 30 bis 50 Punkte bewegt (manchmal auch um 150 oder 300 Punkte), schließt der Neuling flugs, dass doch 100 Prozent am Tag locker zu machen sind – oder etwa nicht? Wo sind die Börsenmillionäre unter uns?

Gewinnmöglichkeiten

Geld verdienen mit Aktien und Optionen? Kein Problem!

Was real verdient wird …

Im Jahr 2007 verdiente eine New Yorker Trading-Firma kurz nach der Einführung von MetaTrader 4 durch die kluge Anwendung der implementierten Expert Advisors (“Tradingroboter”) und in einer glücklichen Marktsituation vor der großen Finanzkrise Milliarden mit dem neuen Softwareprogramm. Gurus wie George Soros und Warren Buffett fingen mit wenigen Hundert Dollar an zu traden und sind längst mehrfache Milliardäre. Andere private Trader und Mentoren wie der Amerikaner Joe Ross kumulieren ihr Kapital nicht (“nie mehr auf dem Trading-Konto als zum Leben nötig”), leben aber auskömmlich damit. Joe Ross fing als junger Mann von 23 Jahren mit 5.000 geborgten Dollar an zu traden und hatte zumindest erstmals sein Kapital kumuliert und nach einem dreiviertel Jahr in etwa verzehnfacht. Inzwischen ist er hochbetagt, unterrichtet noch und tradet schon sein Leben lang nur zum Lebensunterhalt. Dies alles sind glückliche Beispiele von erfolgreichen Tradern, denen eine große Zahl von glückloseren Akteuren und – nicht zu vergessen – die “Auf-und-Ab”-Trader wie Jesse Livermore oder André Kostolany gegenüberstehen, die zwischen Millionen und Pleite hin und her pendelten. Jesse Livermore erschoss sich mit Anfang 60. Sehr viele Menschen unter uns traden heimlich und verspielen ihr Leben lang damit Monat für Monat etwas Geld. Andere traden ohne Geld und verspielen ihre Lebenszeit. Dennoch – kein Grund, sich zu erschießen.

… und warum das so ist

Traden ist nichts weiter als ein verdichteter Ausdruck unserer wirtschaftlichen Tätigkeit, der noch dazu auf der abstrakten Grundlage von ein paar Charts und Fundamentalanalysen basiert. Wenn Sie ein Automechaniker sind, dann lieben Sie hoffentlich Autos. Wenn Sie ein Musiker sind (Musiker traden gern und völlig zu Recht, um ihre Kunst zu finanzieren), dann lieben sie Ihr Instrument. Wenn Sie ein Beamter sind, dann lieben Sie hoffentlich wenigstens Ihr Büro und die Kollegen darin so ein bisschen. Aber kann man einen Chart lieben? – Mitnichten, es wird sogar davon abgeraten. In unseren Berufen sind wir tätig, weil wir eine innere Bindung – Commitment – zur Tätigkeit selbst verspüren, doch gleichzeitig sind wir wirtschaftlich tätig und spekulieren: auf bessere Jobs und Kunden, günstigere Preise, eine Beförderung. Diese rein wirtschaftlich motivierte Spekulation findet an der Börse ohne jedes Commitment an die Tätigkeit selbst und noch dazu hoch verdichtet statt. Man klickt auf die Order, mehr nicht. Das schafft Probleme und verleitet zum Überagieren. Traden Sie langsam und mit Vernunft, nie mehr, als Sie geistig erfassen können. Dann haben Sie Erfolg.